Das System Geldkarte / GIROGO

girogo ist die Institutsübergreifende kontaktlose Bezahlmöglichkeit der Deutschen Kreditwirtschaft. girogo funktioniert auf Prepaid-Basis, d.h. bevor man damit bezahlen kann, muss man zuvor einen Geldbetrag auf den Chip der girocard geladen haben. Maximal ist ein Ladeguthaben von 200 Euro möglich. girogo ist bereits auf vielen girocards der Banken und Sparkassen automatisch integriert.

Aktuell (06/2016) befindet sich die Funktion auf rund 45 Millionen Karten. Inzwischen sind es deutschlandweit mehr als 13.000 Akzeptanzstellen, darunter dm Drogeriemärkte, Esso-Tankstellen, HIT, EDEKA, netto Markendiscount Märkte, Douglas Parfümerien sowie die ebenfalls zur Douglas Holding gehörenden Filialen von Thalia, Christ, AppelrathCüpper und Hussel, um nur einige zu nennen.

Wie das Bezahlen mit girogo funktioniert:
1. Ihr Einkauf wird wie gewohnt erfasst. Bei Beträgen bis 25 Euro können Sie kontaktlos mit girogo bezahlen.

2. Verlangen Sie Kartenzahlung. Sie brauchen Ihre girocard mit girogo nur noch kurz vor das Kartenlesegerät halten.

Wie die girogo-Karte geladen wird:
girogo erlaubt auf der Karte einen maximalen Ladebetrag von 200 Euro

GELDKARTE

  • am Geldautomaten
  • an speziellen Ladeterminals (auch gegen Bargeld, z.B. im Fußballstadion)
  • im teilnehmenden Einzelhandel direkt an der Kasse
  • (1) bequem gegen Ladevormerkung (Abo-Laden)
  • (2) oder gegen Konto mit PIN (nur SparkassenCards)
  • am Computer mit Chipkartenleser über das Internet
  • künftig auch über NFC-fähige Smartphones mit entsprechender App
  • für jeden Ladevorgang (Ausnahme: Abo-Laden) ist die Eingabe der PIN erforderlich
  • (1) Nur in Verbindung mit einem Einkauf
  • (2) Sofern Sie Ihrer Sparkasse einen Auftrag für das automatische Laden (Abo-Laden) erteilt haben

Abo-Laden:

Abo-Laden ist die wohl bequemste und eleganteste Art des Nachladens: Reicht der Restbetrag des Guthabens auf Ihrer Karte für Ihren Einkauf nicht aus, und haben Sie eine Abo-Laden-Vereinbarung mit Ihrer Bank getroffen, wird der Chip unverzüglich und ohne PIN-Eingabe direkt am Terminal nachgeladen. Abo-Laden ist ein Service, den zunächst nur die Sparkassen anbieten. Der Abo-Ladebetrag liegt wahlweise zwischen 25 Euro und 50 Euro.

Bei jedem Lade- oder Bezahlvorgang zeigt das Lesegerät den verbleibenden Restbetrag auf dem Kartenchip an. Das Kartenguthaben kann auch über Taschenkartenleser, TAN-Generatoren, Chipkartenleser oder NFC-fähige Smartphones mit entsprechender App angezeigt werden. Einige der genannten Lesegeräte können zusätzlich bis zu 15 Bezahltransaktionen anzeigen, egal ob sie kontaktlos oder kontaktbasiert durchgeführt wurden.

Sicherheit:

Das kontaktlose Bezahlen mit girogo entspricht den hohen Sicherheits- und Datenschutzstandards der Deutschen Kreditwirtschaft. girogo ist eine Prepaid-Lösung. Das heißt, dass beim Bezahlen lediglich auf das zuvor vom Kunden geladene Prepaid-Guthaben auf der elektronischen Geldbörse zugegriffen wird. Bei einer kontaktlosen Transaktion mit girogo werden also keine Beträge vom Girokonto des Karteninhabers gebucht. Zum Bezahlen mit girogo muss der Chip auf der Karte mindestens zwei bis drei Zentimeter nah an das Terminal gebracht werden. Sofern beim Bezahlen an der Kasse eine Karte versehentlich mehrmals hintereinander an das Bezahl-Terminal gehalten wird, löst nur das erste Signal eine Transaktion aus. Zum Bezahlen mit girogo benötigt der Händler ein Sicherheitsmodul, die sogenannte Händlerkarte. Alle für die Transaktion benötigten Daten werden auf Basis internationaler Sicherheitsvorgaben verschlüsselt an das Händlerterminal übertragen.

Technik:

Auf dem Markt gibt es heute verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Lösungen und Produkten rund um das Thema Funktechnik. Diese verschiedenen Funktechniken werden allgemein unter dem Kürzel RFID (Radio Frequency Identification) zusammengefasst.

Die Deutsche Kreditwirtschaft bietet in diesem Marktumfeld mit girogo eine Prepaid-Lösung zum Bezahlen von Kleingeldbeträgen auf Basis deutscher Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien an. Es kann nur mit dem Guthaben gezahlt werden, das zuvor geladen wurde. Dabei nutzt Sie nach dem Standard ISO14443 Typ A einen sogenannten NFC-Chip (Near Field Communication).

Bei einem NFC-Chip ist die Reichweite zum Auslesen der Karte räumlich deutlich einschränkt. Der Standard selber geht von einer maximalen Ausleseweite von 10 cm aus. Bei den heute handelsüblichen Lesern muss die Karte auf 4cm oder weniger an das Bezahlterminal herangeführt werden, damit eine Kommunikation stattfinden kann. Wird die Karte in einer Geldbörse mit Kleingeld und anderen Karten dazu aufbewahrt, kann die Kommunikation so gestört werden, dass oftmals ein Auslesen nicht mehr möglich ist und die Karte zum Bezahlen aus dem Portemonnaie genommen werden muss. Die Frequenzbereiche von beispielsweise aus dem Alltag bekannten RFID-Tags, die u.a. zum Diebstahlschutz in Kleidung, etc. eingesetzt werden, oder RFID-Fernbedienungen für Garagentore haben im Gegensatz zu NFC eine deutlich größere Reichweite.

 

Quelle: www.girocard.de

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